Es ist immer der gleiche Platz. Ein dem Südwesten zugeneigter Hügel mit Wald und Wiese. Da gibts' am Waldrand so eine Mulde mit einem steilen kleine Bord zum Waldrand. Liegt man da und schaut noch oben, so liegt man unter den Asten der Bäume. Leider kenne ich die verschiedenen Arten nicht alle. Da im Winter in St.Gallen meist nicht enorm viel Schnee liegt, ist dieser Streifen am Waldrand ganz schnell immer wieder grün. Es ist sozusagen meine grüne Insel. Die zweite nebst Garten, Wald und Wiese um unsere "Villa Hebdifest".
Zurück zum Waldrand. Den Ästen zuschauen, wie sie vor dem knallblauen Himmel tanzen, sehen wie sie allmählich von kleinen grünen Pünktchen übersäht werden die ungesehen zu grünen Schmetterlingen wachsen, einen Sommer lang im Wind tanzen und im Herbst fliegen. Ups, das sind ja schon wieder die Gedanken. Gedankenlos dasitzen, daliegen, d.h. sie einfach ziehen lassen wie die Wolken über den Ästen, mal gelingts mir, mal besser, mal nicht. In der Ferne sieht man einen Teil des Alpsteins, felsenfest steht er da. Die dritte "grüne" Insel.
Es riecht nach Frühling, all die Bakterien und Käferchen in den oberen Erschichten die sich strecken und recken und wieder mit der Arbeit beginnen. Vor allem im Frühling, da staune ich über die Natur, manchmal fast endlos. Was wohl in einem Kind drin vorgeht wenn es das erste mal wahrnimmt, dass alle Blätter vom Baum fallen? Und dann, wenn aus dem scheinbaren Nichts neue wachsen?
Leider haben sie begonnen, einen grossen Teil dieser grünen Oase zu verbauen - schade. Wie wenn der Grundwasserspiegel sinkt, sich die Oase immer mehr der Umgebung angleicht und einfach noch ein paar zähe Grünpflanzen übeleben.
Für mich ist die Natur, das draussen sein in der Natur ein wichtiger Teil im Leben.
Eric Schaffhauser, LG06Ef