Donnerstag, 26. Februar 2009

Windkraft und finanzielle Hilfe für Gebäudesanierung

St.Galler Tagblatt : 25. Februar 2009

Windkraft im Wohnquartier
Da die herkömmlichen Windkraft - Rotoblätter für die Wohnquartiere zu laug sind, haben zwei Piloten lautlose Anlagen entwickelt, welche 2010 auf den Markt kommen werden.

Die beiden Erfinder haben grosse Erfahrungen in Sachen Fliegerei und Aerodynamik. Sie haben jahrelang als Linien- und Kunstflugpiloten gearbeitet und Prototypen von Gleitschirmen entwickelt. Aus diesen Prototypen entstanden auch die Windkraftwerke, bei welchen die Rotorblätter senkrecht auf einer vertikalen Rotorwelle angeordnet sind, was ein grosser Vorteil mit sich bringt. Nicht wie in Windparks der Fall, drehen die sogenannten H-Rotoren lautlos. Bei geringstem wind beginnen sie von selbst zu drehen und brauchen somit keine Anlaufhilfen.

Die Erfinder verhandeln momentan mit einer Firma, die geeignete Generatoren produziert, um die Windkraft in elektrische Energie umzuwandeln.

Diese Anlagen sind für Wohnsiedlungen, landwirtschaftliche Betriebe und die Industrie gedacht. Die Anlagen können auch in windarmen Gebieten.



St.Galler Tagblatt : 26 Februar 2009

Bund will ein Programm zur Gebäudesanierung

Der Bund plant ein längerfristiges nationales Programm zur energietechnischen Sanierung an Gebäuden.

In der Schweiz müssen 1.5 Millionen Gebäude dringend saniert werden. Würde das gemacht, könnte der Energieverbrauch um 60-70% verringert werden. Um die Konjunktur anzukurbeln, wurde im Dezember ein Kredit für Maßnahmen bei Energie und Abwärmenutzung von 14 auf 100 Millionen Franken aufgestockt.

80Miollionen werden an bereits etablierte Förderprogramme der Kantone abgegeben. Weitere 18 Millionen werden für ein Sensibilisierungsprogramm für Gebäudebesitzer bereitgestellt. Das heisst die Gelder werden für eine Beratung und die Erstellung eines Gebäude Energieausweises. Die restlichen 2 Millionen fliessen in ein nationales Programm zur Gebäudesanierung für Gebäudebesitzer.

Die Finanzierung ist noch unklar und wird im Rahmen der Botschaft zum neuen CO2 Gesetz festgelegt.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Sanierungen dank Krise - neues Licht ins Dunkel

Bund will ein Programm zur Gebäudesanierung
Der Bund plant ein Programm zur energietechnischen Sanierung von Gebäuden. Vorerst sollen darin aber – konjunkturwirksam – die Kantone unterstützt werden.
1,5 Millionen Gebäude in der Schweiz seien energietechnisch dringend sanierungsbedürftig. Mit geeigneten Massnahmen liesse sich der Energieverbrauch um 60 bis 70 Prozent verringern.
Im Rahmen eines Konjunkturförderungspakets sollen 100 Mio in die Energie- und Abwärmenutzung investiert werden. Es werden die Kantone und private bei Energieberatungen unterstützt.
Die Finanzierung steht noch aus und wird im Zusammenhang mit dem neuen CO2-Gesetz festgelegt.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09

Alte Glühlampen bald verboten
Die Umweltkommission des Nationalrats will stromfressende Glühlampen rasch aus dem Verkehr ziehen. In einer Motion wird verlangt, dass der Vertrieb von Lampen, die gemäss der Einstufung 2009 zu den Effizienzklassen C bis G gehören, ab Anfang 2012 verboten sein soll. Der Bundesrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen für Nischenanwendungen vorsehen. Die Kommission hat der Motion Vorrang gegenüber einer Initiative von Jacques Neirynck (CVP/VD) gegeben, die verlangte, nur noch Stromsparlampen zu verkaufen.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09


Punkto nachhaltige Zukunft finde ich beide Beschlüsse gut.
Ersterer kommt aber eher auf Grund der Konjunkturkrise als der Umweltkrise zu stande, zumindest früher als vielleicht abgesehen. Das verleiht ihm weniger Nachhaltigspunkte. Immerhin wird das Geld im Bereich Umweltschutz investiert und es sind doch ein paar Franken.
Zweiterer dachte ich eigentlich sei schon wirksam. So weit ich informiert bin, dürfen nicht mehr alle Glühlampen verkauft werden. In einem andern Artikel habe ich gelesen, dass es bei den Glühlampen einst bei Form und Funktion geforscht wurde, dass so ein Ding max. 1000 Stunden brennt. Die Energiesparlampen sind da ja deutlich besser. Speziell finde ich, dass diese vor ein paar Jahren noch das rund dreifache von heute kosteten und nicht halb so ästethisch waren. Einen Nachteil haben sie: sie strahlen und sollen eine schlechte Auswirkung auf das Energieklima eines Raumes haben, gleich wie die FL-Röhren.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Ein Nachtrag mit grossen Zahlen.
An der diesjährigen CeBIT (weltgrösste Computermesse) ist "Green IT" ein grosses Thema.
Der Energieverbrauch der ca. 50000 Rechenzentren in Deutschland hat sich vom Jahr 2000 bis 2006 auf rund 8,7 Mrd. kWh mehr als verdoppelt. Das benötigt ca. 3 Kohlekraftwerke die damit 5,6 Mio t CO2 erzeugen.
Weltweit verbrauchten im 2000 ca. 14 Mio Server etwa 58 Mrd. kWh, im 2009 werden es rund 42 Mio Server sein die 216 Mrd kWh Energie verbrauchen. Und man beachte, das sind nur die Serverfarmen, nicht alle Computer.
Das entspricht etwa 161,1 Mio von meinen Haushalten.

Dienstag, 24. Februar 2009

Vom Autofahren und dem Verbandsbeschwerderecht

Ein Artikel in der Mirgros-Zeitung vom 23. Februar 2008 ist mit „Sprit sparen für die Umwelt“ betitelt.
In diesem Artikel geht es um neuste Modelle, die nachhaltiger sind als die herkömmlichen Autos. Es ist aber nicht nur die Nachhaltigkeit, die zählt, sondern auch der Preis. Denn der 1999 lancierte VW Lupo 3L TDI sei zwar sehr umweltschonend und sparsam, koste aber viel zu viel. Die Produktion wurde dann 2005 ersatzlos eingestellt.
Neu soll man mit kleinen Schritten weiter kommen. So wird heute der Motor immer kleiner, zur Verringerung des Luftwiederstandes die Front verändert und schwere Ausstattungskomponenten wie die Klimaanlage entfernt. Dies summiert sich zu 20 Prozent niedererem Verbrauch. Dazu kommt, dass die Mehrkosten sehr tief ausfallen. Der VW Polo Bluemotion kostet zum Beispiel 350 Franken mehr, der Ford Fiesta Econetic kommt auf einen Aufpreis von 500 Franken.
Der Artikel wird abgeschlossen mit einer neuen Technik, die ebenfalls kommen wird. Es ist eine eingebaute Schaltanzeige, die im optimalen Moment zum Gangwechsel auffordere. Der Fahrstil sei nämlich ebenfalls ein zentraler Punkt.

In einem zweiten Artikel, der am Dienstag, 24.02.09, im St. Galler Tagblatt zu finden ist, fordert Robert Schmid, Präsident des Naturschutzvereins St. Gallen, die Wiedereinführung des kantonalen Verbandsbeschwerdenrechts. Er argumentiert seine Aussage damit, dass Volksentscheide nicht bis in alle Ewigkeit zu akzeptieren seien (das kantonale Verbandsbeschwerdenrecht wurde vom Volk abgelehnt). Die Menschen seien heute wieder empfänglicher für Umweltanliegen. Dazu beigetragen habe die Wirtschaftskrise, denn ‚echte’ Werte wie Nachhaltigkeit rückten wieder in den Vordergrund.
In zwei, spätestens drei Jahren sollen dann Taten folgen. Der Naturschutzverein wolle dann das Verbandsbeschwerdenrecht wieder vors Volk bringen, denn das eidgenössische reiche nicht aus.
Ausgeschlossen in das neue Verbandsbeschwerdenrecht sollte jedoch der Heimatschutz. Robert Schmid begründet dies damit, dass viele Gegner des kantonalen Verbandsbeschwerdenrechts eigentlich gegen das Einspracherecht des Heimatschutzes waren.

Montag, 23. Februar 2009

Aufgeschnappt... (Woche 9)

1. Experten kritisieren Förderung von Solarenergie (Echo der Zeit, 22. 2. 09)

2. Googeln heizt die Erde auf (GEO, 3/09)

Bei der Erzeugung von Strom für den Rechnerbetrieb entstehen reichlich Treibhausgase. So haben US-Physiker herausgefunden, dass der Besuch auf einer Internetseite pro Sekunde eine Emission von rund 20 Milligramm Kohlendioxid verursacht. Google selbst geht von rund 0.2 Gramm CO2-Emissionen pro Suche aus. Multipliziert man diese Zahl mit täglich 103 Millionen Suchanfragen in Deutschland, summiert sich das Ergebnis allein in Deutschland auf 20 Tonnen pro Tag.

Interessanterweise bediene ich mich jetzt in diesem Moment auch des Internets. Und, der Sicherheit wegen, speichert diese Blog-Plattform von Zeit zu Zeit selber, was ich hier gerade schreibe. Speichern bedeutet Daten zum Server senden. In diesem Falle auf den Server von Google. Klar, ich suche nicht auf allen Servern der Welt nach einem Begriff (etwa wenn ich ihn bei google.com eingebe) trotzdem sende ich und lasse Server arbeiten. Und ich bin ja nicht der einzige. Alle Studierenden in meinem Jahrgang machen das. Und die kommenden machen es dann auch. In diesem Sinne: Bildung nachhaltigen Denkens bei gleichzeitigem nichtnachhaltiges Verhalten.

3. Darf ich das? (in GEO, 3/09)

Ein Familienvater nutzt die GEO-Rubrik Darf ich das? um folgende Frage beantwortet zu bekommen: "Ich habe drei Kinder. Ist es ökologisch vertretbar, ein weiteres zu bekommen?" Der GEO-Reporter, welcher die Frage beantwortet meint, dass ein viertes Kind tatsächlich eine erhebliche Belastung für die Umwelt bedeutete. Sein Kind würde jährlich 10 Tonnen CO2 emissieren - 100-mal mehr als ein Äthiopier. Das schlussendliche Fazit des Beraters lautet: Je weniger sich der Vater und die Mutter das Kind leisten können, desto bedenkenloser dürfen sie es bekommen.

Mit dieser Antwort trifft der Berater natürlich voll ins Schwarze. Denn wer mehr Geld ausgeben kann, sprich wer mehr besitzt, hat auch eine grössere CO2 Produktion. Er/sie kauft sich mehr zu essen, fährt das grössere Auto, fliegt weiter weg in den Urlaub, wohnt in einer grösseren Wohnung, ... da der Lebensstandard in allen Bereichen höher ist. Somit ist die Antwort logisch wie paradox zugleich. Denn wenn die Familie grundsätzlich einen gerigen Standard benötigt, desto weniger "wohlhabend" ist sie und kann sich das Kind auch weniger leisten.

4. Nasa-Satellitenmission zur CO2-Überwachung gescheitert (NZZ onine, 24. 2. 2009)

...
Der Satellit löste sich kurz nach dem Start nicht wie vorgesehen von der Trägerrakete, wie die amerikanische Raumfahrtbehörde mitteilte. Aufgabe von OCO wäre es gewesen, die geografische Verteilung von CO2 in der Atmosphäre zu messen und Veränderungen in der CO2-Verteilung zu untersuchen. Die Erkenntnisse der Messungen sollten den Wissenschaftern helfen, genauere Vorhersagen über den Klimawandel zu machen.

5. Das Eis der Pole schmilzt immer schneller (NZZ online, 25. 2. 2009)

Die Studie, die im Rahmen des Internationalen Polarjahres 2007/08 erarbeitet wurde, zeigt, dass die Klimaerwärmung vor allem in der Antarktis Folgen hat. Gleichzeitig würden aber auch die Eiskappe am Nordpol und die Inland-Eisdecke in Grönland immer rascher schwinden.



Dienstag, 17. Februar 2009

ökofootprint CO2

Spurlos - mit Schuhgrösse 1.6 Planeten und 9.7 t CO2 - scheine ich auf der Erde nicht umherzugehen. Vielleicht sind meine beiden ungleichgrossen Füsse schon ein Ausdruck vom Ungleichgewicht Ressourcen und Verbrauch.
Verglichen mit Durchschnitt und Mehrverbrauchern ist's ein Fussabdruck von einem Menschen in dem von einem Riesen, nichts desto trotz, einmal die Erde reicht nicht.
Ich finde, dass ich ziemlich bewusst mit Strom, Heizung, Autofahren, Wasser, Abfall, Nahrung, Einkauf, etc. umgehe. Sehe aber auch an diesem und jenem Ort noch Potenzial sorgfältiger umzugehen. Das umsichtige Leben braucht mehr Zeit, macht einiges komplizierter und da stelle ich mir zwischendurch auch wieder die Frage "Lohnt sich das?"
Wohl ziemlich stark ins Gewicht fällt, dass ich alleine geräumig wohne und dies noch in einem ca. 100-jährigen Haus. Als Mieter habe ich auf einige alltägliche Dinge wie Fenster, Heizung, Waschmaschine, Kühlschrank als Bestandteil keinen oder nur geringen Einfluss. In deren Anwendung bleibt mir ein Handlungsspielraum. Da lande ich auch grad bei der Interpretation der beiden Tests und deren Verbesserungswürdigkeit.
Grad vorweg, interessant finde ich sie und wichtig um den Stand der Dinge grob aufzuzeigen. Mir fehlt eine detaillierte Auswertung, in der ich auch die Gewichtigkeit der einzelnen Punkte sehe. Das nähme mich wunder, auch um zu sehen, wo denn Änderungen am meisten Auswirkung haben. Beim CO2-Rechner ist das aufschlussreicher.
Gerade beim footprint sind für mich die Eingaben zu wenig differenzierbar. So habe ich teilweise eine Mischrechnung gemacht, mal auf mal abgerundet. Beim CO2-Rechner ist das präziser gelöst, für mich immer noch zu grob.

Sparen könnte ich beim Wasserverbrauch, noch mehr Fahrrad fahren und in ein anderes Haus ziehen.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Montag, 16. Februar 2009

footprint (Woche 8)

Ich habe die Tests so ehrlich und gewissenhaft wie möglich ausgefüllt. Ich wohne während der Studienzeit in einer eigenen Wohnung zusammen mit meiner Mitbewohnerin. Somit konnte ich vor allen die Fragen rund ums Thema "Heizen" sehr der Wahrheit entsprechend beantworten - das wäre eventuell schwieriger gewesen, wenn ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Nicht schlecht habe ich jedoch gestaunt, als mich das WWF-Footprint Resultat darüber aufgeklärt hat, dass es immerhin noch 1.6 Planeten brauchen würde, wenn alle Bewohner der Erde so leben würden, wie ich es tue. Wenn man sich das mal vorstellt, ist das eine enorme Grössenordnung - und ich sehe mich selber als Mensch, welcher darum besorgt ist, nachhaltig zu leben.
Der CO2-Rechner lieferte für mich persönlich ein eindeutigeres Ergebnis: Wir wohnen unter der Woche in einer Wohnung aus den 50er Jahren. Die Fenster sind nicht optimal isoliert. Das spürt man, da es trotz heizen nie wirklich warm ist.
Die beiden Umfragen sind recht unterschiedlich. Bei Footprint handelt es sich quasi um eine gewöhnliche Umfrage. Der CO2-Rechner ist schon genauer. Man muss wissen wie viele Kilometer man pro Woche / Jahr mit welchem Fortbewegungsmittel zurücklegt. Er kann somit klare CO2-Produktionsangaben machen.
Verbessern könnte ich die Versorgung des Haushaltes mit z.B. Ökostrom. Ich weiss jedoch nicht, ob ich das als Mieter einfach so machen kann. Da die ganze Mieterschaft aus dem gleichen Netz Strom bezieht, müssten auch alle Parteien auf Ökostrom wechseln. Es würde sich auch lohnen, die Fenster zu sanieren. Aber auch dies ist eine Sache, welche der Vermieter angehen müsste.

Mein Ökofussabdruck

Als ich die beiden Fragebogen ausgefüllt habe, war ich gespannt, wie das Resultat heraus kommt. Ich erlebe mich eigentlich als jemanden, der stark auf die Umwelt schaut.

Während dem Beantworten der Fragen habe ich festgestellt, dass vor allem beim CO2-Fragebogen viel über die Wohnung bzw. das Haus gefragt wird. Wenn man noch zu Hause wohnt, ist es natürlich schwierig, das Wohnen so zu gestalten, wie man selber bzw. die Umwelt möchte.


Beim Test „footprint“ ist herausgekommen, dass wenn alle so leben würden wie ich, es 1,4 Planeten bräuchte. Das hätte ich nicht gedacht.

Beim zweiten Test sahen die Resultate folgendermassen aus:


Wie man sieht, sind die Resultate nicht schlecht. Es ist mir bewusst, dass ich die Flüge auf den Zug wechseln sollte. Ich habe mir dies nach den letzten Ferien nach Griechenland auch so vorgenommen, obwohl ich wahrscheinlich ein anderes Mal nicht mit dem Zug nach Griechenland gehen würde, da es wahnsinnig umständlich ist und das Schiff auch nicht sehr gesund ist. Wie Flugzeug und Schiff zueinanderstehen weiss ich jedoch nicht.

Im Bereich Wohnen wird sich die Situation sicherlich verändern, wenn ich ausziehe. Da ich aber in eine Mietwohnung ziehen werde, wird es schwierig, Dinge wie Heizsystem oder Minergie zu verändern. Was sicherlich veränderbar ist, ist das Einsetzen von Energiesparlampen. Der Wasser- und Stromverbrauch kann ich so belassen, da ich jetzt schon sehr sparsam damit umgehe.


Die zwei Tests zu vergleichen fällt mir schwer. Es waren doch recht unterschiedliche Fragen. Im Footprint waren sie meines Erachtens eher oberflächlich während diese im CO2-Rechner detailliert und aufeinander abgestimmt waren.