1. Experten kritisieren Förderung von Solarenergie (Echo der Zeit, 22. 2. 09)
2. Googeln heizt die Erde auf (GEO, 3/09)
Bei der Erzeugung von Strom für den Rechnerbetrieb entstehen reichlich Treibhausgase. So haben US-Physiker herausgefunden, dass der Besuch auf einer Internetseite pro Sekunde eine Emission von rund 20 Milligramm Kohlendioxid verursacht. Google selbst geht von rund 0.2 Gramm CO2-Emissionen pro Suche aus. Multipliziert man diese Zahl mit täglich 103 Millionen Suchanfragen in Deutschland, summiert sich das Ergebnis allein in Deutschland auf 20 Tonnen pro Tag.
Interessanterweise bediene ich mich jetzt in diesem Moment auch des Internets. Und, der Sicherheit wegen, speichert diese Blog-Plattform von Zeit zu Zeit selber, was ich hier gerade schreibe. Speichern bedeutet Daten zum Server senden. In diesem Falle auf den Server von Google. Klar, ich suche nicht auf allen Servern der Welt nach einem Begriff (etwa wenn ich ihn bei google.com eingebe) trotzdem sende ich und lasse Server arbeiten. Und ich bin ja nicht der einzige. Alle Studierenden in meinem Jahrgang machen das. Und die kommenden machen es dann auch. In diesem Sinne: Bildung nachhaltigen Denkens bei gleichzeitigem nichtnachhaltiges Verhalten.
3. Darf ich das? (in GEO, 3/09)
Ein Familienvater nutzt die GEO-Rubrik Darf ich das? um folgende Frage beantwortet zu bekommen: "Ich habe drei Kinder. Ist es ökologisch vertretbar, ein weiteres zu bekommen?" Der GEO-Reporter, welcher die Frage beantwortet meint, dass ein viertes Kind tatsächlich eine erhebliche Belastung für die Umwelt bedeutete. Sein Kind würde jährlich 10 Tonnen CO2 emissieren - 100-mal mehr als ein Äthiopier. Das schlussendliche Fazit des Beraters lautet: Je weniger sich der Vater und die Mutter das Kind leisten können, desto bedenkenloser dürfen sie es bekommen.
Mit dieser Antwort trifft der Berater natürlich voll ins Schwarze. Denn wer mehr Geld ausgeben kann, sprich wer mehr besitzt, hat auch eine grössere CO2 Produktion. Er/sie kauft sich mehr zu essen, fährt das grössere Auto, fliegt weiter weg in den Urlaub, wohnt in einer grösseren Wohnung, ... da der Lebensstandard in allen Bereichen höher ist. Somit ist die Antwort logisch wie paradox zugleich. Denn wenn die Familie grundsätzlich einen gerigen Standard benötigt, desto weniger "wohlhabend" ist sie und kann sich das Kind auch weniger leisten.
4. Nasa-Satellitenmission zur CO2-Überwachung gescheitert (NZZ onine, 24. 2. 2009)
...Der Satellit löste sich kurz nach dem Start nicht wie vorgesehen von der Trägerrakete, wie die amerikanische Raumfahrtbehörde mitteilte. Aufgabe von OCO wäre es gewesen, die geografische Verteilung von CO2 in der Atmosphäre zu messen und Veränderungen in der CO2-Verteilung zu untersuchen. Die Erkenntnisse der Messungen sollten den Wissenschaftern helfen, genauere Vorhersagen über den Klimawandel zu machen.
5. Das Eis der Pole schmilzt immer schneller (NZZ online, 25. 2. 2009)
Die Studie, die im Rahmen des Internationalen Polarjahres 2007/08 erarbeitet wurde, zeigt, dass die Klimaerwärmung vor allem in der Antarktis Folgen hat. Gleichzeitig würden aber auch die Eiskappe am Nordpol und die Inland-Eisdecke in Grönland immer rascher schwinden.
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Dein zweiter Punkt über die CO2-Emissionen beim googeln und allgemein bei der Internetarbeit, bringt mich auf zwei Überlegungen.
AntwortenLöschen1. Bei vielen Themen, in denen es um die Umwelt geht, um nachhaltiges Verhalten usw. ist es sehr schwierig, alle Aus- und Einwirkungen zu kennen und in die eigenen Handlungsabsichten einzubauen. Von selbst kann man fast nicht darauf kommen, dass das Internet solche Auswirkungen haben könnte. Es ist schwierig, sich das vorzustellen, da es einfach so funktioniert. Da kommt nicht wie beim Auto hinten noch eine Rauchwolke heraus.
2. Darf man denn das Internet in Bezug auf die Nachhaltige Entwicklung nun einfach zum Teufel jagen? Immerhin bringt es sehr viel Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten mit sich. Man kann viel Wissen über dieses wichtige Thema in kürzester Zeit auf der ganzen Welt verbreiten.
...Ich jedenfalls, schreibe jetzt einfach munter weiter und lese noch ein paar Blog-Beiträge.
S.Schädler, LG 06 D/e
Ja sicher, da hast du natürlich recht. In unserem Zeitalter holen wir uns die Infos mehrheitlich aus dem Internet. Es ist ja auch ein geeignetes Medium um schnell an Informationen zu kommen. Wir können uns ja eben dank dem Internet so gut über die Problematik informieren und mittels CO2-Rechner schauen, wie wir unser Verhalten ändern können. Ich fand den GEO-Artikel trotzdem spannend, eben weil, wie du auch gesagt hast, man etwas erfährt, was man sonst nicht erfahren würde.
AntwortenLöschenMarco Sele, LG 06 G / e
Zu Nummer 2:
AntwortenLöschenWer hätte das gedacht?! Dieser Artikel zeigt uns wieder einmal beispielhaft, welche Folgen unser alltägliches Handeln hat, denen wir uns gar nicht bewusst sind. Ich denke, da passt Selinas Vergleich mit einer fehlenden Rauchwolke hervorragend. Das Problem ist, dass wir die Folgen nicht direkt sehen können und wir uns so keine Gedanken machen. Klar, kein Zweifel eine Umweltveränderung findet statt, jedoch neigt man dazu diese nicht auf sich und sein Handeln zu beziehen, da diese (noch) nicht grosse Auswirkungen auf unseren Alltag hat.
Auf jeden Fall ein spannender Eintrag, der mich zum Denken und Hinterfragen angeregt hat.
F.Nold LG 06Ge