Bund will ein Programm zur Gebäudesanierung
Der Bund plant ein Programm zur energietechnischen Sanierung von Gebäuden. Vorerst sollen darin aber – konjunkturwirksam – die Kantone unterstützt werden.
1,5 Millionen Gebäude in der Schweiz seien energietechnisch dringend sanierungsbedürftig. Mit geeigneten Massnahmen liesse sich der Energieverbrauch um 60 bis 70 Prozent verringern.
Im Rahmen eines Konjunkturförderungspakets sollen 100 Mio in die Energie- und Abwärmenutzung investiert werden. Es werden die Kantone und private bei Energieberatungen unterstützt.
Die Finanzierung steht noch aus und wird im Zusammenhang mit dem neuen CO2-Gesetz festgelegt.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09
Alte Glühlampen bald verboten
Die Umweltkommission des Nationalrats will stromfressende Glühlampen rasch aus dem Verkehr ziehen. In einer Motion wird verlangt, dass der Vertrieb von Lampen, die gemäss der Einstufung 2009 zu den Effizienzklassen C bis G gehören, ab Anfang 2012 verboten sein soll. Der Bundesrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen für Nischenanwendungen vorsehen. Die Kommission hat der Motion Vorrang gegenüber einer Initiative von Jacques Neirynck (CVP/VD) gegeben, die verlangte, nur noch Stromsparlampen zu verkaufen.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09
Punkto nachhaltige Zukunft finde ich beide Beschlüsse gut.
Ersterer kommt aber eher auf Grund der Konjunkturkrise als der Umweltkrise zu stande, zumindest früher als vielleicht abgesehen. Das verleiht ihm weniger Nachhaltigspunkte. Immerhin wird das Geld im Bereich Umweltschutz investiert und es sind doch ein paar Franken.
Zweiterer dachte ich eigentlich sei schon wirksam. So weit ich informiert bin, dürfen nicht mehr alle Glühlampen verkauft werden. In einem andern Artikel habe ich gelesen, dass es bei den Glühlampen einst bei Form und Funktion geforscht wurde, dass so ein Ding max. 1000 Stunden brennt. Die Energiesparlampen sind da ja deutlich besser. Speziell finde ich, dass diese vor ein paar Jahren noch das rund dreifache von heute kosteten und nicht halb so ästethisch waren. Einen Nachteil haben sie: sie strahlen und sollen eine schlechte Auswirkung auf das Energieklima eines Raumes haben, gleich wie die FL-Röhren.
Eric Schaffhauser, LG06Ef
Ein Nachtrag mit grossen Zahlen.
An der diesjährigen CeBIT (weltgrösste Computermesse) ist "Green IT" ein grosses Thema.
Der Energieverbrauch der ca. 50000 Rechenzentren in Deutschland hat sich vom Jahr 2000 bis 2006 auf rund 8,7 Mrd. kWh mehr als verdoppelt. Das benötigt ca. 3 Kohlekraftwerke die damit 5,6 Mio t CO2 erzeugen.
Weltweit verbrauchten im 2000 ca. 14 Mio Server etwa 58 Mrd. kWh, im 2009 werden es rund 42 Mio Server sein die 216 Mrd kWh Energie verbrauchen. Und man beachte, das sind nur die Serverfarmen, nicht alle Computer.
Das entspricht etwa 161,1 Mio von meinen Haushalten.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Lieber Eric
AntwortenLöschenIch fand deine Gedanken zu den beiden Artikeln interessant. Es ist sicherlich klar, dass die Investitionen in die Gebäude wegen der momentanen finanziellen Situation sind. Aber ich finde es doch bemerkenswert, dass das Geld in die Umwelt gesteckt wird. Das finde ich auch wichtig, denn das Wohnen macht im Energiebereich wahnsinnig viel aus.
Das mit der Strahlung der Energiesparlampen habe ich noch nie gehört. Ist ein interessanter Gedanke, kannst du dir erklären, warum das so ist?
Liebe Grüsse
Pascal
Hallo Eric
AntwortenLöschenda ich den ersten Artikel selber bearbeitet habe, fand ich vor allem den zweiten interessant. wunder nähme es mich, welche Ausnahmen der Bundesrat gelten lässt..
Super, dass man bei den Glühbirnen nun wirklich etwas unternimmt!
Das mit der Strahlung habe ich auch nicht gewusst.
Gruss
Elisabeth
Hoi Elisabeth und Pascal
AntwortenLöschen@Elisabeth: Die Ausnahmen sind, so viel ich weiss, Backofen- und Kühlschranklämpchen, kleine Spotlampen, einfach so "Exoten" wo keine Sparlampe drin Platz findet.
@Pascal und Elisabeth
Ein Auszug von
http://www.diagnose-funk.org/technik/033ea299970ae8001/033ea299120968901.html
Viele Medien schweigen sich darüber aus. Wie erklären Sie sich das?
Zwei Bundesämter sagen aufgrund einer von der Lampenindustrie mitfinanzierten Studie, Energiesparlampen könnten bedenkenlos eingesetzt werden. Zum Beispiel sei die sogenannte TCO-Norm für Bildschirme klar eingehalten. Aber diese Aussage ist falsch. Die Studie beruht auf einer nicht TCO-konformen Messmethode, die wesentlich tiefere Messwerte liefert. Effektiv sind die Richtwerte der TCONorm in Kopfnähe bei weitem überschritten. Ausserdem ignoriert die Studie die gesundheitlich besonders problematische Pulsung der Strahlung einer Energiesparlampe. Dazu kommt, dass der Bund die umfangreichen Praxiserfahrungen mit Elektrosmogwirkungen ganz allgemein nicht zur Kenntnis nimmt.
Die Energiesparlampen enthalten ein Vorschaltgerät, dass die Netzfrequenz auf eine höhere Frequenz bringt und zusätzlich pulst. Dadurch wird die Frequenz der Handystrahlung ähnlicher.
Wie ähnlich und ob schädigend, da streiten sich die "Geister" wie beim Mobiltelefon.
Auch sollten die Energiesparlampen in den Laden zurückgebracht werden wenn sie kaputt sind, da sie schädliche Stoffe enthalten.
Wohlverstanden, die Idee finde ich gut, hat aber noch Potenzial. Doch um welchen Preis?
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschen