Ich habe die Tests so ehrlich und gewissenhaft wie möglich ausgefüllt. Ich wohne während der Studienzeit in einer eigenen Wohnung zusammen mit meiner Mitbewohnerin. Somit konnte ich vor allen die Fragen rund ums Thema "Heizen" sehr der Wahrheit entsprechend beantworten - das wäre eventuell schwieriger gewesen, wenn ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Nicht schlecht habe ich jedoch gestaunt, als mich das WWF-Footprint Resultat darüber aufgeklärt hat, dass es immerhin noch 1.6 Planeten brauchen würde, wenn alle Bewohner der Erde so leben würden, wie ich es tue. Wenn man sich das mal vorstellt, ist das eine enorme Grössenordnung - und ich sehe mich selber als Mensch, welcher darum besorgt ist, nachhaltig zu leben.
Der CO2-Rechner lieferte für mich persönlich ein eindeutigeres Ergebnis: Wir wohnen unter der Woche in einer Wohnung aus den 50er Jahren. Die Fenster sind nicht optimal isoliert. Das spürt man, da es trotz heizen nie wirklich warm ist.
Die beiden Umfragen sind recht unterschiedlich. Bei Footprint handelt es sich quasi um eine gewöhnliche Umfrage. Der CO2-Rechner ist schon genauer. Man muss wissen wie viele Kilometer man pro Woche / Jahr mit welchem Fortbewegungsmittel zurücklegt. Er kann somit klare CO2-Produktionsangaben machen.
Verbessern könnte ich die Versorgung des Haushaltes mit z.B. Ökostrom. Ich weiss jedoch nicht, ob ich das als Mieter einfach so machen kann. Da die ganze Mieterschaft aus dem gleichen Netz Strom bezieht, müssten auch alle Parteien auf Ökostrom wechseln. Es würde sich auch lohnen, die Fenster zu sanieren. Aber auch dies ist eine Sache, welche der Vermieter angehen müsste.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Es ist wirklich schwierig das Leben umzugestalten, so, dass man möglichst umweltfreundlich lebt (vor allem wenn man noch bei den Eltern wohnt). Ich kann dich auch verstehen, wenn du sagst, dass du als Mieter nicht einfach über Ökostrom und das Sanieren von Fenstern entscheiden kannst. Ich glaube aber, dass wenn wir mal den eigenen Haushalt führen, wir viel zu unserer Umwelt beitragen können, indem wir selber entscheiden was wir kaufen und wie wir sparen wollen.
AntwortenLöschenMeine Erdenverschwendung liegt etwa im gleichen Bereich wie deiner. Ebenso wohnen wir, wie du weisst in einer, fast aus dem Mittelalter stammenden Durchzugwohnung, welche das Auslüften überflüssig macht.Wie du siehst, stehen wir vor ähnlichen Problemen. Was können wir also tun?
AntwortenLöschenWir, Studenten(und -innen) ohne Goldesel im Wohnzimmer, stehen mit einer gewissen Ohnmacht diesem Problem gegenüber. Vor allem, wenn die meiste Energie im Haushalt verloren geht, wo wir als Mieter nicht wirklich Einfluss nehmen können.
Was wir vorerst tun können: Unplugged Konzerte besuchen, nur noch St.Galler Bier trinken, nach dem Ausgang kein Taxi benutzen.
Mit den "richtigen" Aktionen müssen wir, wohl oder übel, auf finanziell bessere Tage warten. Dann können wir uns eines Tages eine Minergie-WG mit Hauseigenem Solarstromanlage leisten.
Das freut mich, dass du als Blog-Chef versuchst nachhaltig zu leben, und das scheint dir doch ein Stück weit gut zu gelingen.
AntwortenLöschenDas mit dem Wohnen im alten Haus, fest heizen und doch nicht richtig warm haben kann ich gut nachvollziehen, da verpufft die Energie bei unserem Haus etwa gleich.
Was den Ökostrom betrifft. Da kommt es noch etwas drauf an wie die Installation ist. Normalerweise hat jede Wohnung einen eigenen Stromzähler, sprich der misst was genau die Wohnung an Energie verbraucht. Das Haus hat dann noch einen Zähler für Treppenhaus, Waschen, etc. Auf eure Wohnungs-Stromrechnung könnt ihr nun Ökostrom bestellen. Nur einen gewissen Teil, alles und aus verschiedenen Quellen, da gibt's mehrere Varianten. Du bekommst das zwar dann nicht direkt als Ökostrom geliefert, die EW bemühen sich dann aber, ihren totalen Energiebezug prozentual aus diesen Quellen zu beziehen, und sonst das Geld in einen entsprechenden Energiegeldpool einzuzahlen. Hmm - verständlich?
Eric Schaffhauser, LG06Ef
Du hast recht, uns „normalen“ Bürgern sind schon ein wenig die Hände gebunden, wenn wir Energie sparen wollen. Dagegen hilft wohl nur, im Kleinen anzufangen. Elektrogeräte nicht auf Stand-by, sondern ganz abstellen, richtig heizen etc. Letzthin habe ich was ganz interessantes bei meinem besten Freund, sprich dem Fernseher, gesehen: So werden in Zukunft in Dubai und allg. im Vorderen Orient riesige Solarzellen-Felder aufgebaut. Mittelfristig soll ein Viertel Europas mit diesem Solarstrom versorgt werden. Finde ich a) gut und b) lustig, weil die Saudis dann auch weiterhin ihr Geld scheffeln können, wenn das Erdöl alle ist.
AntwortenLöschenCarlo Gmünder
Lieber Marco
AntwortenLöschenWir sind auf ähnliche Gedanken gekommen. Vor allem die Frage, was macht man, wenn man MieterIn ist, und merkt, dass das Haus schlecht isoliert oder die Heizung ökologisch nicht sinnvoll ist, würde ich gerne beantwortet haben.
Ich denke jedoch, dass die Verantwortung da vollumfänglich beim bzw. bei der VermieterIn liegt.
Was mich übrigens auch noch erstaunt hat, ist dass in beiden Fragebogen die Frage mit dem Fleisch aufgetaucht ist. Ich bin Vegetarier, tue ich denn jetzt etwas gutes für die Umwelt oder geht es da wohl um etwas anderes?
LG
Pascal