Dienstag, 10. März 2009

vom achtsamen Wahrnehmen...

Diese Woche habe ich mir einige Dinge, welche ich bewusst wahrgenommen habe, festgehalten:

Zum Beispiel war es faszinierend am Montag dem wilden Schneetreiben rund um die PHSG zuzuschauen. Wie sich doch die Flocken ohne klar vorgeschriebene Bahn, nur durch den Wind gelenkt, ihren Weg zur Erde bahnten.
Es ist mir aufgefallen (und fällt mir mit jedem Tag deutlicher auf), dass die Tage nun definitiv wieder länger dauern. Am Morgen ist es meist schon hell, wenn ich aufstehe und auf dem Weg zu Schule sind gar vereinzelt singende und zwitschernde Vögel zu hören - wohl begrüssen auch sie den Frühling.
Ich habe Dinge, welche ich sonst ohne gross nachzudenken gemacht habe, mit mehr Ernsthaftigkeit gemacht. Zum Beispiel das Nichtstun. Ich habe mir bewusst Zeit genommen um nichts zu tun. Das ist gar nicht so leicht. Wir Menschen neigen dazu immer und überall etwas tun zu wollen, da uns sonst langweilig werden könnte oder unser Leben gar sinnlos werden könnte.
Wahrgenommen habe ich auch die Musik in meinem Alltag. Das mach ich immer so. Nur habe ich diese Woche darauf geachtet, wie sie auf mich wirkt. Gerade nach dem Orgelüben war ich spürbar beruhigter und ausgeglichener. Die Melodien - vor allem aus der kirchlichen Literatur - wirken durchaus beruhigend auf den Menschen.
Gegenüber von der Wohnung, in welcher ich mit meiner Mitbewohnerin wohne, wird gebaut. Schon seit längerem entsteht dort eine Wohnanlage. Am Morgen haben wir uns beim Vorbeigehen über den Fortschritt des Hausbaus unterhalten und überlegten uns, was wohl die nächsten Schritte sein könnten. Total spannend, so eine Baustelle!

Ist es nicht total faszinierend und verblüffend, wie schnell sich das Wetter ändern kann. Noch vor einer halben Stunde konnte ich von meinem Zimmer aus ein wildes Schneetreiben beobachten und nun schein mir schon wieder ein Sonnestrahl durch die Wolkendecke ins Gesicht.

Wow...heute gab es sogar eine gratis Klangperformance im Kreuzgang. Da habe ich die Ohren gross gemacht, die singenden Menschen wahrgenommen und bin einfach nur gewesen...

1 Kommentar:

  1. Ich hör dich grad wieder sprechen. Sind Töne Leben oder Leben Töne? Was ist und bleibt wenn draussen nichts mehr ist? Was mir sehr gefällt ist dein achten darauf, was die Musik mit dir macht, was bleibt oder weiter lebt wenn das gehörte weg ist, das gesehene weg ist, das geglaubte nicht ist.
    Spielst du eine Tonfolge - Musik - damit sie etwas auslöst oder wurde etwas ausgelöst und deshalb spielst du diese Tonfolge? Da könnte man glaub philosophieren darüber.

    Eric

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