Montag, 11. Mai 2009

Bilder zum SOL

Der Kleber...die erhoffte Wirkung...die Fahne



SOL-Aktion

Die Aktion besteht aus drei Teilen.

1. Wir haben im ganzen Schulhaus Mairaberg inkl. Südbau überall bei den Papierspendern. Aktionskleber aufgeklebt, mit der Aufschrift:

"Aktion 1 für 2. Ein Papier für zwei trockene Hände. Auch das ist sparen - mit nachhaltigen Folgen."

2. Wir werden die Klima-Commitment-Fahne aufhängen.

3. Dazu haben wir eine Informationstafel gestaltet und aufgehängt.


gruss

Leitfragen

Die Auswahl der Dinge ist uns nicht sehr schwierig gefallen. Wir haben nicht nach bestimmten Kriterien ausgewählt, sondern einfach das ausgewählt, was wir nicht mehr brauchen können.

Ausser ein Objekt - Erics Stein - haben wir alle leichten Herzens mitgenommen und waren froh, eine solche Plattform zu haben.

Es war interessant, was für Dinge die Leute abgeben. Ebenfalls ist aufgefallen, was für unnützes Zeug da war. Spannend war, die Nachrichten auf den Objekten zu lesen.

Es ist schön, dass wir die liegen gebliebenen Dinge nicht mehr nach Hause nehmen mussten.

Wir haben meist weniger genommen als wir gebracht haben. Der Grund ist einfach: Man nimmt nur Dinge, die man denkt, man könne sie brauchen. Wir brauchen keine neuen Sorgen.

Wir würden den Kindern - wie hier - die Aufgabe geben, Dinge mitzunehmen. Dann könnte man das mit dem ganzen Schulhaus machen. Jedes Kind sollte gleich viel mit nach Hause nehmen, wie es bringt.
Dann könnte man auch handeln (z.B. diese CD gebe ich dir, wenn du mir zwei Bücher gibst).

Donnerstag, 2. April 2009

2. Rückmeldung

Liebe Blog-Gruppe
Ihre Achtsamkeits-Aufgaben haben sich sicher gelohnt. Die kleinen, alltäglichen Dinge, die man sonst übersieht (wie die Dinge auf dem Pult, das Essen etc.) einmal bewusst wahrnehmen, mit ihnen bewusst umzugehen, öffnet das Bewusstsein, hilft, sich besser zu verstehen.
Ähnlich ist es mit der uns umgebenden Natur. Sie alle haben erlebt, dass die Natur ein wichtiger Teil in unserem Leben ist, auch wenn wir sie vielfach kaum beachten. Deshalb lohnt es sich auch, sie um ihrer selbst willen aber auch für uns zu erhalten.
Ich habe Ihre Weblog-Protokolle kontrolliert und sie alle in Ordnung befunden.
Es grüsst Sie
C. Stucky

Mittwoch, 18. März 2009

Grüne Inseln

Es ist immer der gleiche Platz. Ein dem Südwesten zugeneigter Hügel mit Wald und Wiese. Da gibts' am Waldrand so eine Mulde mit einem steilen kleine Bord zum Waldrand. Liegt man da und schaut noch oben, so liegt man unter den Asten der Bäume. Leider kenne ich die verschiedenen Arten nicht alle. Da im Winter in St.Gallen meist nicht enorm viel Schnee liegt, ist dieser Streifen am Waldrand ganz schnell immer wieder grün. Es ist sozusagen meine grüne Insel. Die zweite nebst Garten, Wald und Wiese um unsere "Villa Hebdifest".
Zurück zum Waldrand. Den Ästen zuschauen, wie sie vor dem knallblauen Himmel tanzen, sehen wie sie allmählich von kleinen grünen Pünktchen übersäht werden die ungesehen zu grünen Schmetterlingen wachsen, einen Sommer lang im Wind tanzen und im Herbst fliegen. Ups, das sind ja schon wieder die Gedanken. Gedankenlos dasitzen, daliegen, d.h. sie einfach ziehen lassen wie die Wolken über den Ästen, mal gelingts mir, mal besser, mal nicht. In der Ferne sieht man einen Teil des Alpsteins, felsenfest steht er da. Die dritte "grüne" Insel.
Es riecht nach Frühling, all die Bakterien und Käferchen in den oberen Erschichten die sich strecken und recken und wieder mit der Arbeit beginnen. Vor allem im Frühling, da staune ich über die Natur, manchmal fast endlos. Was wohl in einem Kind drin vorgeht wenn es das erste mal wahrnimmt, dass alle Blätter vom Baum fallen? Und dann, wenn aus dem scheinbaren Nichts neue wachsen?
Leider haben sie begonnen, einen grossen Teil dieser grünen Oase zu verbauen - schade. Wie wenn der Grundwasserspiegel sinkt, sich die Oase immer mehr der Umgebung angleicht und einfach noch ein paar zähe Grünpflanzen übeleben.
Für mich ist die Natur, das draussen sein in der Natur ein wichtiger Teil im Leben.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Dienstag, 17. März 2009

Der Wald im Frühling

Die Natur erleben

Gestern Nachmittag nahm ich mir vor mit meinem Pferd einen Spaziergang durch den Wald zu machen und dabei die Natur, den Bach und den Wald sehr bewusst wahrzunehmen.
Ein Teil des Waldes ist am Südhang gelegen, ein Teil jedoch am Nordhang. Der Unterschied war sehr gross. Als ich durch den Wald am Südhang ging, stellte ich fest, dass der Frühling schon viele Spuren darin hinterlassen hatte. Der Schnee war geschmolzen, es war warm und ich entdeckte sogar Schlüsselblumen und herumfliegende Insekten. Zudem roch es modrig, irgendwie erinnerte mich auch der Duft nach Frühling. Meine Wahrnehmung liess Frühlingsgefühle aufkommen, ich fühlte mich fröhlich und voller Energie.
Im am Nordhang gelegenen Waldteil, war genau das Gegenteil der Fall. Es lag Schnee auf dem Weg und zwischen den Bäumen, es roch nach Schnee und es war auch sehr kalt. In diesem Teil des Waldes fühlte ich mich zurückversetzt in den tiefsten Winter, was in mir ein eher unglückliches, träges Gefühl auslöste.

Ich finde es sehr spannend, mir vorzustellen, dass ich Teil der Natur bin. Die Natur beeinflusst mein Lebensstil und mein körperliches und geistiges Befinden. Für mich ist es wichtig, so zu leben, dass die Natur möglichst so erhalten bleiben kann, wie ich sie heute kenne.

Montag, 16. März 2009

Zeit für mich und die Natur

Ein kleines Anzeichen von Frühjahrsmüdigkeit habe ich in Lebensenergie und Freude am Leben umgewandelt idem ich mich gedanken- und ziellos in der Natur aufgehalten habe. Als Quell der neu gewonnenen Kraft diente ein Wald, welcher am Fusse der drei Schwestern in meinem Wohnort liegt. Ich kenne diesen Wald gut, oft bin ich Gast um den Nadelbäumen das austretende Harz abzunehmen um es dann anschliessend zu Weihrauch zu verarbeiten. Diesmal jedoch kam ich, um etwas anderes mitzunehmen: Kraft!
Mein Ziel war es, so langsam und mit so wenig Gedanken wie möglich im Kopf durch diesen Wald zu schreiten und mal zu schauen, was so passiert.
Der Wald liegt zu Fuss eine gute halbe Stunde vom Dorfkern entfernt. Schon dieser Fussmarsch ist spannend. Man entfernt sich vom Lärm, von Technik und Fortschritt und taucht ein in eine grüne Welt, welche vor 100 Jahren genau so ausgesehen hätte wie heute. Bäume kennen keinen Fortschritt, kein Internet, kein web 2.0, keine virtuellen plattformen. Oder wurden Sie kürzlich von der Fichte zum Blogen eingeladen?
So schritt ich also durch den Wald und habe den herrlichen Duft von Harz und nassem Waldboden eingeatmet und hörte wie der Boden unter den Füssen bei jedem Schritt, den ich machte, eine Antwort gab. (Tipp von mir: Waldspaziergang barfuss durchführen, spitzenmässig!)
Im Wald ist ständig schatten. Jedoch spendet ein Wald nicht denselben Schatten, wie es etwa ein Hochhaus macht. Der Waldschatten ist anders. Hebt man den Blick, fällt die Sonne durch tausende von Nadeln auf die Netzhaut und verursacht ein wunderschönes Lichtspiel.
Irgendwann beendete ich meinen Meditationslauf durch den Wald und näherte mich wieder dem, was mich als Menschen eben auch ausmacht: webmail, Bachelorarbeit und Instrumentalunterricht vorbereiten.
Nichtsdestotrotz war es ein weiteres tolles Erlebnis, welches mich als Teil dieser grossen Kugel Erde (und auch als deren Mitgestalter) zurückliess.

Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam achtsam sein

Hmm, also an der Aufgabe dieser Woche habe ich mir fast die Zähne ausgebissen - achtsam natürlich, denn die Nächsten wären die Dritten.
Verträgt sich eigentlich Achtseimkeit mit Spass - oder ist der immmer oberflächlich - hat Achtsamkeit immer Tiefgang? Auch wenn ich achte keinen Lärm zu veranstalten und keine Spuren zu hinterlassen?
Beim Lesen des Auftrages kam mir spontan in den Sinn, dass ich aus meiner Sicht schon achtsam sei. Der Zusammenhang zur nachhaltigen Zukunft war mir noch nicht ganz klar.
Ich habe das Gefühl, ohnehin achtsam zu sein. Doch ist das wirklich so?
So folgte ich dem Pfad - achtsam sein ob ich achtsam bin.
Was heisst achtsam sein? Bei etwas verweilen, sich einlassen, eine Verbindung eingehen?
Und das Gegenteil? Zerstreut sein, ablenken lassen, nicht wahrnehmen?
Was ist für mich achtsam, was normal und - wie sehen das die anderen?
Nach einem Spaziergang den Weg nochmals durchgehen - achtsam für das was ich nicht gesehen, nicht wahrgenommen, nicht geachtet habe, bzw. für die Momente wo ich vom einen zum andern gehüpft bin. Nach dem Gespräch im Treppenhaus dem Gespräch noch einmal gelauscht - achtsam für das was ich nicht gehört, nicht gesagt, nicht getan und nicht gesehen habe, bzw. für die Momente wo ich dachte dieses und jenes auch noch schnell sagen zu müssen. Nach dem Einkaufen noch einmal durch den Laden gegangen - achtsam für das was ich trotz Hintergrundwissen, auch wenn ich es nicht brauche, noch schnell bei der Kasse, wegen der Aktion, ..., gekauft habe; achtsam für die Gedanken gegenüber "komplizierten" Kunden, "langsamen" Kunden, "hetzenden" Kunden, "rücksichtslosen" Kunden, dem der die Lebensmittel in den Korb schmeisst, der "unfreundlichen" Kassiererin, dem "rasenden" Autofahrer, dem "ruppigen" Buschauffeur, ....
Nach dem Tag noch einmal durch den Tag gegangen - achtsam für das was ich von mir gedacht, für mich getan habe, bzw. warum ich all das und nicht weniger dafür achtsamer getan habe.
Ich denke achtsam sein heisst auch offen sein, wahrnehmen und dies ohne zu werten.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Die Achtsamkeit und ich

Schon vor ca. zwei Jahren ist mir das Buch von Thich Nathan (weiss nicht mehr recht, wie man den Namen schreibt) in die Hände gefallen. Er ist ein buddhistischer Mönch, der sehr viel über die Achtsamkeit schreibt.

Was mir heute noch von diesem Buch in Erinnerung ist, ist das achtsame Essen. Es sei wichtig, während dem Essen nicht noch Zeitung zu lesen oder an etwas anderem herum zu studieren. Man solle sich auf das Essen konzentrieren und sich auch bewusst sein, woher das Essen kommt und wer dazu beigetragen hat, damit man dieses Essen überhaupt gekocht auf dem Tisch hat.

Ich habe mich diese Woche vorgenommen, achtsam zu essen. Es ist mir aufgefallen, wenn man sich beim Essen wirklich auf das Essen konzentriert, man danach irgendwie freier ist. Ich weiss nicht, ob "frei" das richtige Wort ist. Es ist schwierig, den Zustand in Worten zu fassen.

Im Buch "Das dritte Ohr" habe ich ein Kapitel über das achtsame hören gelesen. Auch dies habe ich in dieser Woche ausprobiert:
Ich habe mich in die Natur gesetzt und mich nur auf die Geräusche konzentriert. Ich habe nur über das Ohr wahrgenommen. Und wieder hatte ich nach dieser Übung dieses unbeschreibbare Gefühl.

Das Gleiche geschah, nach dem achtsamen gehen, nach dem achtsamen musizieren usw. Ich folgere daraus, dass Achtsamkeit einem hilft, zu sich selber zu finden. In dieser stressreichen Zeit ist es sicherlich sinnvoll, zwischendurch achtsam zu sein. Denn Nichts-Machen hilft, wieder mehr zu machen.

Dienstag, 10. März 2009

Vom Zettel zur Achstamkeit

Vom Zettel zur Achtsamkeit

Lange habe ich mir überlegt, wo ich meinen Post-it Zettel hinkleben soll. Schlussendlich habe ich mich dann für das Fenster bei meinem Pult entschieden.
Anfangs war ich etwas unschlüssig, auf was ich nun meine Achtsamkeit lenken soll. Jedes Mal, wenn ich mich wieder an den Pult setzte, überlegte ich mir zu einem anderen Gegenstand, in welchem System er hergestellt wurde. So überlegte ich mir, ob die Miene meines Bleistifts durch Kinderarbeit abgebaut wurde oder welchen Arbeitsbedingungen die Fabrikangestellten, die mein Notebooks hergestellt haben, unterworfen sind.
Bei allen Gegenständen kam ich jedoch zum Fazit, dass die ganzen Systeme in welchen sich die Dinge, bis sie auf meinem Pult landeten, sehr komplex sind. Trotzdem ist es sehr spannend, sich diese Gedanken immer wieder zu machen.
Es ist schwierig genaueres über die Herstellung der einzelnen Bestandteile und über die Arbeitsbedingungen, unter welchen sie hergestellt wurden, zu erfahren. Zudem sind die Zusammenhänge so komplex, da so viele Komponenten am System mitbeteiligt.

Auch meinen Umgang Strom und Wasser habe ich schon seit längerer Zeit beachtet. Ich achte darauf, das Licht zu löschen, weniger Wasser zu brauchen und auch in anderen Bereichen weniger Strom zu verbrauchen. Dies gelingt mir ziemlich gut und ich werde auch in Zukunft weiterhin darauf achten.

vom achtsamen Wahrnehmen...

Diese Woche habe ich mir einige Dinge, welche ich bewusst wahrgenommen habe, festgehalten:

Zum Beispiel war es faszinierend am Montag dem wilden Schneetreiben rund um die PHSG zuzuschauen. Wie sich doch die Flocken ohne klar vorgeschriebene Bahn, nur durch den Wind gelenkt, ihren Weg zur Erde bahnten.
Es ist mir aufgefallen (und fällt mir mit jedem Tag deutlicher auf), dass die Tage nun definitiv wieder länger dauern. Am Morgen ist es meist schon hell, wenn ich aufstehe und auf dem Weg zu Schule sind gar vereinzelt singende und zwitschernde Vögel zu hören - wohl begrüssen auch sie den Frühling.
Ich habe Dinge, welche ich sonst ohne gross nachzudenken gemacht habe, mit mehr Ernsthaftigkeit gemacht. Zum Beispiel das Nichtstun. Ich habe mir bewusst Zeit genommen um nichts zu tun. Das ist gar nicht so leicht. Wir Menschen neigen dazu immer und überall etwas tun zu wollen, da uns sonst langweilig werden könnte oder unser Leben gar sinnlos werden könnte.
Wahrgenommen habe ich auch die Musik in meinem Alltag. Das mach ich immer so. Nur habe ich diese Woche darauf geachtet, wie sie auf mich wirkt. Gerade nach dem Orgelüben war ich spürbar beruhigter und ausgeglichener. Die Melodien - vor allem aus der kirchlichen Literatur - wirken durchaus beruhigend auf den Menschen.
Gegenüber von der Wohnung, in welcher ich mit meiner Mitbewohnerin wohne, wird gebaut. Schon seit längerem entsteht dort eine Wohnanlage. Am Morgen haben wir uns beim Vorbeigehen über den Fortschritt des Hausbaus unterhalten und überlegten uns, was wohl die nächsten Schritte sein könnten. Total spannend, so eine Baustelle!

Ist es nicht total faszinierend und verblüffend, wie schnell sich das Wetter ändern kann. Noch vor einer halben Stunde konnte ich von meinem Zimmer aus ein wildes Schneetreiben beobachten und nun schein mir schon wieder ein Sonnestrahl durch die Wolkendecke ins Gesicht.

Wow...heute gab es sogar eine gratis Klangperformance im Kreuzgang. Da habe ich die Ohren gross gemacht, die singenden Menschen wahrgenommen und bin einfach nur gewesen...

Samstag, 7. März 2009

Rückmeldung nach 3 Runden

Liebe Blog-Gruppe
In der ersten Runde haben Sie sich mit Ihrem ökologischen Fussabdruck beschäftigt. Fairerweise veröffentliche ich auch meine Daten: 1,9 Planeten, CO2-Anteil: 7,3 t. Im Gegensatz zu anderen Gruppen entsprachen Ihre Werte eher den eigenen Erwartungen, d.h. dass Sie sich schon sehr bewusst nachhaltig verhalten. Dass es aber sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt, haben Sie mit Ihren Einsparungsvorschlägen gezeigt.
In der zweiten Runde haben Sie aus vielen Meldungen in den Medien zum Thema Nachhaltigkeit auswählen können. An Informationen dazu fehlt es also nicht. Schade nur, dass zwei der Gruppe nur die Meldungen aufgelistet, aber keine Reflexion dazu geschrieben haben.
Der Weg und die Beteiligten bei der Herstellung der von Ihnen aufgeführten Produkte (wie Schuhe, Schlagzeug, Schokolade oder Kiwi) hat Ihnen in der dritten Runde sicher gezeigt, wie vernetzt die Produktion heute ist, auch wenn die Produkte wie z.B. Kiwis sogar aus der Schweiz selber stammen. Auch wenn die Produktion vor allem den Rohstoffherstellern am wenigsten nützt, so bringt ein Boykott solcher Waren doch meist keine echte Lösung der Probleme.
Ich bin gespannt auf Ihre weiteren Posts.
C. Stucky

Donnerstag, 5. März 2009

Kiwis aus der Schweiz

Kiwi aus der Schweiz

Heute Abend als ich nach Hause kam, lagen auf dem Tisch Kiwis, die meine Mama gekauft hatte. Ich schaute sie mir an und stellte verwundert fest, dass sie aus der Schweiz stammen. Bis anhin habe ich immer gedacht, dass Kiwis nur aus Neuseeland, Italien, Israel oder Spanien kommen. Aus diesem Grund, kaufte ich eigentlich sehr selten Kiwis.

Nun finde ich es schön, mir zu überlegen, wie nun diese Kiwis, die meine Mama gekauft hat, zu uns in die Küche gekommen sind.
Ich nehme nun an, dass der Kiwibaum, von welchem die Kiwis stammen, im Tessin oder im Vallis von einem Bauer vor einigen Jahren angepflanzt wurde. Letzten Frühling trug er Blüten, woraus im Verlaufe des Sommers die Kiwis reiften. Die Kiwis wurden im Herbst vom Bauer oder seinen Arbeitern geerntet und gelagert. Vom Bauern wird verlangt, dass er über den Anbau und die Ernte der Kiwis Bescheid weiss und dass er weiss, wie die Kiwis gelagert werden.
Während des Lagerns, können die Kiwis noch vollständig ausreifen, werden später verladen und wahrscheinlich mit einem Lastwagen in eine Lagerhalle gebracht, wo die Kiwis in die Endverpackung gelangen. Von dort aus werden die Kiwis weiter mit Lastwagen in die Migros gebracht, wo meine Mutter sie dann auch gekauft hat.
Vom Geld, dass sie bezahlen muss, geht bestimmt sehr wenig an den Bauern, der die Kiwis angepflanzt hat. Das meiste Geld geht für die Verpackung und den Transport drauf und auch die Migros verdient noch etwas daran. Der Schweizerbauer, welcher die Kiwis angepflanzt hat, verdient jedoch bestimmt mehr, als ein französischer „Kiwibauer“.

Montag, 2. März 2009

Die kleine Kugel aus der grossen Welt

Eben gerade habe ich eine Lindorkugel genossen. Lindt & Sprüngli AG ist eine Schweizer Firma, also kommt die Schokolade von der Schweiz und damit gibt es sicherlich gute Arbeitsbedingungen bei dieser Firma.

Was auf den ersten Blick sehr schön aussieht, sieht nach spätestens dem zweiten Blick anders aus. Denn woher kommt die Schokolade? Aus der Schweiz?
Schokolade wird bekanntlich aus Kakaobohnen hergestellt. Diese kommen gemäss EVB (Erklärung von Bern: www.evb.ch) zu 60% aus Westafrika. 40% der gesamten Kakaobohnen sind aus der Elfenbeinküste. 20% stammt aus Ghana. Die restlichen 40% teilen sich Nigeria, Kamerun, Indonesien, Malaysien, Brasilien und Ecuador.
Gemäss einer Studie arbeiten in Westafrika 250'000 Kinder auf Kakaoplantagen.
Interessant ist, dass über 95% aller Schokolade auf der Nordhalbkugel verspeist wird. Die Länder, bei denen die Kakaobohnen wachsen und ihre Nachbarländer haben also weniger als 5% der Schokolade zur Verfügung.

Zurück zu meiner Lindorkugel. Auf der Seite der EVB wird auch die Firma Lindt & Sprüngli AG beschrieben. Der Konsum-Kakao komme aus Ghana und der Edel-Kakao aus Madagaskar, Mittelamerika und aus der Karibik.
Die Firma beteiligt sich finanziell an Projekten der World Cacao Foundation, am Sustainable Tree Crop Program und an anderen Projekten. Ich finde, das tönt nicht schlecht.
EVB schreibt aber in einem Kommentar, dass die Projekte, an denen sich Lindt & Sprüngli beteiligt, die Kinderarbeit nicht nachhaltig lösen könnten. Man brauche Auswirkungen auf die niedrigen und fluktuierenden Weltmarktpreise, denn diese seien die Wurzel des Problems.

Soll ich denn jetzt auf Schokolade verzichten? Die EVB rät, dies nicht zu tun. Man solle weiterhin Schokolade essen, damit man die Produzenten im Süden unterstützt. Was ratsam ist, sind Bio- und Fairtradeprodukte zu bevorzugen.

Vom Rohstoff zum Instrument

Als begnadeter Schlagzeuger möchte ich den Weg von den Rohstoffen bis zum fertigen Instrument, welches dann im Probezimmer, Studio oder auf der Bühne steht, verfolgen.

Mehrheitlich in Handarbeit hergestellt, werden für ein Schlagzeug, standardmässig bestehend aus fünf Trommeln mit diversen Beschlägen und Stativen, Fellen und Aufhängungen diverse Rohstoffe verwendet.

ROHSTOFFE
  • Holz (verwendet für die Herstellung der Trommelkessel)
  • Stahl (verwendet für die Herstellung Beschläge)
  • Erdöl (verwendet für die Herstellung der Felle)
PRODUKTIONSSCHRITTE

1) Holz- und Waldwirtschaft

Ein grosser amerikanischer Hersteller verwendet für seine Instrumente Holz aus den Wäldern des Nordosten von Amerika. Das Holz wird geschlagen, gesägt und per LKW zum Werk transportiert. Diese Waldwirtschaft braucht verschiedenste ARBEITSKRÄFTE:
  • Forstwartingenieur und Förster (--> welche wiederum Werkzeuge und Maschinen verwenden, die von weiteren Arbeitskräften hergestellt werden)
  • Sägerei (--> Arbeitskräfte, Maschineningenieur)
  • Transportfirma (--> in welcher wiederum ein Spediteur arbeitet und die Fahrten koordiniert)
  • LKW-Fahrer
2) Holzverarbeitung in der Firma

Die Holzfurniere werden in der Schlagzeugfabrik zu mehreren Schichten verleimt. Anschliessend werden die verleimten Furniere zu einem Kessel gebogen. Im nächsten Schritt werden die Kessel lackiert und anschliessend die Beschläge angebracht. Diese wurden in einer anderen Fabrik aus Stahl hergestellt. Für diese Arbeitsschritte werden folgende ARBEITSKRÄFTE benötigt:
  • Arbeitskräfte, welche die Furniere verleimen
  • Designer / Designerinnen für Lackierung und Beschläge
  • Stahlarbeiter / Stahlarbeiterinnen
3) Verteilung an Händler

Die Fabrik verschickt die Instrumente an Händler und Musikhäuser auf der ganzen Welt. Von Amerika aus geht es per Schiff und Flugzeug nach Europa, Asien, Südamerika, Australien und Afrika. ARBEITSKRÄFTE:
  • Spediteur / Spediteurin
  • Kapitän/ Kapitänin, Pilot / Pilotin
  • LKW-Fahrer/in
4) Verkauf im Laden

Im Musikfachhandel kann ich das Instrument erwerben. Dazu ist natürlich Personal (Fachverkäufer/in, Buchhalter/in, Putzmann / Putzfrau) nötig.

Sonntag, 1. März 2009

Nur ein Schuh

Ich wähle einen meiner Lieblingsschuhe, einen Treckingschuh mit textilem Aussenmaterial, Gore-Tex-Membrane und Gummisohle.
Damit mein Fuss nicht nass wird, haben sicher Ingenieure fleissig geforscht bis Gore-Tex in der Kleidungsproduktion eingesetzt werden konnte. Den administrativen Aufwand dazu haben Büroangestellte geleistet. Gore-Tex besteht aus Polytetrafluorethylen PTFE und dieses wird auf der Basis von Propen und Ethen hergestellt, Gase die aus Benzin gewonnen werden können. Also haben Bohrarbeiter für meinen Schuh gearbeitet, sowie wieder die Ingenieure die das ganze drum und dran um Bohrinseln entwickelt haben, und die Arbeiter die die Bohrinsel gebaut haben. Jetzt wirds langsam kompliziert. Neue Aufstellung.

Gore-Tex
-Materialentwickler und Büroangestellte
-Bohrinsel mit Arbeitern, Ingenieure für Bohrinsel, Schiffsmannschaft, Banzin-Raffinerie mit allem drum und dran
-Chemiefirma die PTFE herstellt
-Firma die Gore-Tex-Membran herstellt.
-Entsorgungsfirma für die Giftstoffe der Produktion

Textil
-Baumwollplantage mit Arbeitern und Administration (Samen gewinnen, anbauen, pflücken, waschen, verpacken, etc.)
-Transport (Logistik, verladen, fahren, umschlagen, etc.)
-Garnherstellung (--> auch wieder Maschinen entwickeln)
-Stoffherstellung (--> auch wieder Maschinen entwickeln)
-Stoffverarbeitung bzw. Schuh nähen (--> auch wieder Maschinen entwickeln)

Sohle
-Materialentwickler und Büroangestellte
-Test der Prototypen (--> auch wieder Maschinen entwickeln)
-Bohrinsel mit Arbeitern, Ingenieure für Bohrinsel, Schiffsmannschaft, Öl-Raffinerie mit allem drum und dran
-Chemiefirma die Kunststoff herstellt (--> auch wieder Maschinen entwickeln)
-Spritzen der Sohleschichten, Zusammenkleben der Sohleschichten

Schuh
-Entwicklung Fussbett, Design,
-Test der Prototypen
-Schuh zusammennähen und -kleben
-Schuhschachtel --> Karton: Forstarbeiter, Papierindustrie, Package-Design, Farbherstellung: Farbpulver, Maschinenentwicklung, etc.

Import
-Transport
-Händler

Verkauf
-Einkäufer
-Verkäufer
-Leute die den Laden gebaut haben (Architekt, Maurer, etc.)
-Putzfrau
-Geldherstellung

So, hier stoppe ich. Die Liste ist bestimmt nicht abschliessend. Viele davon haben direkt dazu beigetragen, für das indirekte Mitarbeiten ufert die Liste schlicht aus und dies nur für einen Schuh. Überall dort wo noch Maschinen involviert sind, zieht es eine riesige Liste von Zweit-Dritt-Viert-Lieferanten nach.
Mein Beitrag? Ich habe ihn gekauft und dafür Geld gegeben. Hier bin ich gleichzeitig die einzige Beziehung eingegangen, die zur Verkäuferin - 2 Minuten. Aber wenn ich mir den ganzen Prozess so bewusst überlege, dann bin ich allen dankbar die da mitgearbeitet haben - für MEINEN Schuh.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Donnerstag, 26. Februar 2009

Windkraft und finanzielle Hilfe für Gebäudesanierung

St.Galler Tagblatt : 25. Februar 2009

Windkraft im Wohnquartier
Da die herkömmlichen Windkraft - Rotoblätter für die Wohnquartiere zu laug sind, haben zwei Piloten lautlose Anlagen entwickelt, welche 2010 auf den Markt kommen werden.

Die beiden Erfinder haben grosse Erfahrungen in Sachen Fliegerei und Aerodynamik. Sie haben jahrelang als Linien- und Kunstflugpiloten gearbeitet und Prototypen von Gleitschirmen entwickelt. Aus diesen Prototypen entstanden auch die Windkraftwerke, bei welchen die Rotorblätter senkrecht auf einer vertikalen Rotorwelle angeordnet sind, was ein grosser Vorteil mit sich bringt. Nicht wie in Windparks der Fall, drehen die sogenannten H-Rotoren lautlos. Bei geringstem wind beginnen sie von selbst zu drehen und brauchen somit keine Anlaufhilfen.

Die Erfinder verhandeln momentan mit einer Firma, die geeignete Generatoren produziert, um die Windkraft in elektrische Energie umzuwandeln.

Diese Anlagen sind für Wohnsiedlungen, landwirtschaftliche Betriebe und die Industrie gedacht. Die Anlagen können auch in windarmen Gebieten.



St.Galler Tagblatt : 26 Februar 2009

Bund will ein Programm zur Gebäudesanierung

Der Bund plant ein längerfristiges nationales Programm zur energietechnischen Sanierung an Gebäuden.

In der Schweiz müssen 1.5 Millionen Gebäude dringend saniert werden. Würde das gemacht, könnte der Energieverbrauch um 60-70% verringert werden. Um die Konjunktur anzukurbeln, wurde im Dezember ein Kredit für Maßnahmen bei Energie und Abwärmenutzung von 14 auf 100 Millionen Franken aufgestockt.

80Miollionen werden an bereits etablierte Förderprogramme der Kantone abgegeben. Weitere 18 Millionen werden für ein Sensibilisierungsprogramm für Gebäudebesitzer bereitgestellt. Das heisst die Gelder werden für eine Beratung und die Erstellung eines Gebäude Energieausweises. Die restlichen 2 Millionen fliessen in ein nationales Programm zur Gebäudesanierung für Gebäudebesitzer.

Die Finanzierung ist noch unklar und wird im Rahmen der Botschaft zum neuen CO2 Gesetz festgelegt.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Sanierungen dank Krise - neues Licht ins Dunkel

Bund will ein Programm zur Gebäudesanierung
Der Bund plant ein Programm zur energietechnischen Sanierung von Gebäuden. Vorerst sollen darin aber – konjunkturwirksam – die Kantone unterstützt werden.
1,5 Millionen Gebäude in der Schweiz seien energietechnisch dringend sanierungsbedürftig. Mit geeigneten Massnahmen liesse sich der Energieverbrauch um 60 bis 70 Prozent verringern.
Im Rahmen eines Konjunkturförderungspakets sollen 100 Mio in die Energie- und Abwärmenutzung investiert werden. Es werden die Kantone und private bei Energieberatungen unterstützt.
Die Finanzierung steht noch aus und wird im Zusammenhang mit dem neuen CO2-Gesetz festgelegt.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09

Alte Glühlampen bald verboten
Die Umweltkommission des Nationalrats will stromfressende Glühlampen rasch aus dem Verkehr ziehen. In einer Motion wird verlangt, dass der Vertrieb von Lampen, die gemäss der Einstufung 2009 zu den Effizienzklassen C bis G gehören, ab Anfang 2012 verboten sein soll. Der Bundesrat kann in begründeten Fällen Ausnahmen für Nischenanwendungen vorsehen. Die Kommission hat der Motion Vorrang gegenüber einer Initiative von Jacques Neirynck (CVP/VD) gegeben, die verlangte, nur noch Stromsparlampen zu verkaufen.
St.Galler Tagblatt online, 25.2.09


Punkto nachhaltige Zukunft finde ich beide Beschlüsse gut.
Ersterer kommt aber eher auf Grund der Konjunkturkrise als der Umweltkrise zu stande, zumindest früher als vielleicht abgesehen. Das verleiht ihm weniger Nachhaltigspunkte. Immerhin wird das Geld im Bereich Umweltschutz investiert und es sind doch ein paar Franken.
Zweiterer dachte ich eigentlich sei schon wirksam. So weit ich informiert bin, dürfen nicht mehr alle Glühlampen verkauft werden. In einem andern Artikel habe ich gelesen, dass es bei den Glühlampen einst bei Form und Funktion geforscht wurde, dass so ein Ding max. 1000 Stunden brennt. Die Energiesparlampen sind da ja deutlich besser. Speziell finde ich, dass diese vor ein paar Jahren noch das rund dreifache von heute kosteten und nicht halb so ästethisch waren. Einen Nachteil haben sie: sie strahlen und sollen eine schlechte Auswirkung auf das Energieklima eines Raumes haben, gleich wie die FL-Röhren.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Ein Nachtrag mit grossen Zahlen.
An der diesjährigen CeBIT (weltgrösste Computermesse) ist "Green IT" ein grosses Thema.
Der Energieverbrauch der ca. 50000 Rechenzentren in Deutschland hat sich vom Jahr 2000 bis 2006 auf rund 8,7 Mrd. kWh mehr als verdoppelt. Das benötigt ca. 3 Kohlekraftwerke die damit 5,6 Mio t CO2 erzeugen.
Weltweit verbrauchten im 2000 ca. 14 Mio Server etwa 58 Mrd. kWh, im 2009 werden es rund 42 Mio Server sein die 216 Mrd kWh Energie verbrauchen. Und man beachte, das sind nur die Serverfarmen, nicht alle Computer.
Das entspricht etwa 161,1 Mio von meinen Haushalten.

Dienstag, 24. Februar 2009

Vom Autofahren und dem Verbandsbeschwerderecht

Ein Artikel in der Mirgros-Zeitung vom 23. Februar 2008 ist mit „Sprit sparen für die Umwelt“ betitelt.
In diesem Artikel geht es um neuste Modelle, die nachhaltiger sind als die herkömmlichen Autos. Es ist aber nicht nur die Nachhaltigkeit, die zählt, sondern auch der Preis. Denn der 1999 lancierte VW Lupo 3L TDI sei zwar sehr umweltschonend und sparsam, koste aber viel zu viel. Die Produktion wurde dann 2005 ersatzlos eingestellt.
Neu soll man mit kleinen Schritten weiter kommen. So wird heute der Motor immer kleiner, zur Verringerung des Luftwiederstandes die Front verändert und schwere Ausstattungskomponenten wie die Klimaanlage entfernt. Dies summiert sich zu 20 Prozent niedererem Verbrauch. Dazu kommt, dass die Mehrkosten sehr tief ausfallen. Der VW Polo Bluemotion kostet zum Beispiel 350 Franken mehr, der Ford Fiesta Econetic kommt auf einen Aufpreis von 500 Franken.
Der Artikel wird abgeschlossen mit einer neuen Technik, die ebenfalls kommen wird. Es ist eine eingebaute Schaltanzeige, die im optimalen Moment zum Gangwechsel auffordere. Der Fahrstil sei nämlich ebenfalls ein zentraler Punkt.

In einem zweiten Artikel, der am Dienstag, 24.02.09, im St. Galler Tagblatt zu finden ist, fordert Robert Schmid, Präsident des Naturschutzvereins St. Gallen, die Wiedereinführung des kantonalen Verbandsbeschwerdenrechts. Er argumentiert seine Aussage damit, dass Volksentscheide nicht bis in alle Ewigkeit zu akzeptieren seien (das kantonale Verbandsbeschwerdenrecht wurde vom Volk abgelehnt). Die Menschen seien heute wieder empfänglicher für Umweltanliegen. Dazu beigetragen habe die Wirtschaftskrise, denn ‚echte’ Werte wie Nachhaltigkeit rückten wieder in den Vordergrund.
In zwei, spätestens drei Jahren sollen dann Taten folgen. Der Naturschutzverein wolle dann das Verbandsbeschwerdenrecht wieder vors Volk bringen, denn das eidgenössische reiche nicht aus.
Ausgeschlossen in das neue Verbandsbeschwerdenrecht sollte jedoch der Heimatschutz. Robert Schmid begründet dies damit, dass viele Gegner des kantonalen Verbandsbeschwerdenrechts eigentlich gegen das Einspracherecht des Heimatschutzes waren.

Montag, 23. Februar 2009

Aufgeschnappt... (Woche 9)

1. Experten kritisieren Förderung von Solarenergie (Echo der Zeit, 22. 2. 09)

2. Googeln heizt die Erde auf (GEO, 3/09)

Bei der Erzeugung von Strom für den Rechnerbetrieb entstehen reichlich Treibhausgase. So haben US-Physiker herausgefunden, dass der Besuch auf einer Internetseite pro Sekunde eine Emission von rund 20 Milligramm Kohlendioxid verursacht. Google selbst geht von rund 0.2 Gramm CO2-Emissionen pro Suche aus. Multipliziert man diese Zahl mit täglich 103 Millionen Suchanfragen in Deutschland, summiert sich das Ergebnis allein in Deutschland auf 20 Tonnen pro Tag.

Interessanterweise bediene ich mich jetzt in diesem Moment auch des Internets. Und, der Sicherheit wegen, speichert diese Blog-Plattform von Zeit zu Zeit selber, was ich hier gerade schreibe. Speichern bedeutet Daten zum Server senden. In diesem Falle auf den Server von Google. Klar, ich suche nicht auf allen Servern der Welt nach einem Begriff (etwa wenn ich ihn bei google.com eingebe) trotzdem sende ich und lasse Server arbeiten. Und ich bin ja nicht der einzige. Alle Studierenden in meinem Jahrgang machen das. Und die kommenden machen es dann auch. In diesem Sinne: Bildung nachhaltigen Denkens bei gleichzeitigem nichtnachhaltiges Verhalten.

3. Darf ich das? (in GEO, 3/09)

Ein Familienvater nutzt die GEO-Rubrik Darf ich das? um folgende Frage beantwortet zu bekommen: "Ich habe drei Kinder. Ist es ökologisch vertretbar, ein weiteres zu bekommen?" Der GEO-Reporter, welcher die Frage beantwortet meint, dass ein viertes Kind tatsächlich eine erhebliche Belastung für die Umwelt bedeutete. Sein Kind würde jährlich 10 Tonnen CO2 emissieren - 100-mal mehr als ein Äthiopier. Das schlussendliche Fazit des Beraters lautet: Je weniger sich der Vater und die Mutter das Kind leisten können, desto bedenkenloser dürfen sie es bekommen.

Mit dieser Antwort trifft der Berater natürlich voll ins Schwarze. Denn wer mehr Geld ausgeben kann, sprich wer mehr besitzt, hat auch eine grössere CO2 Produktion. Er/sie kauft sich mehr zu essen, fährt das grössere Auto, fliegt weiter weg in den Urlaub, wohnt in einer grösseren Wohnung, ... da der Lebensstandard in allen Bereichen höher ist. Somit ist die Antwort logisch wie paradox zugleich. Denn wenn die Familie grundsätzlich einen gerigen Standard benötigt, desto weniger "wohlhabend" ist sie und kann sich das Kind auch weniger leisten.

4. Nasa-Satellitenmission zur CO2-Überwachung gescheitert (NZZ onine, 24. 2. 2009)

...
Der Satellit löste sich kurz nach dem Start nicht wie vorgesehen von der Trägerrakete, wie die amerikanische Raumfahrtbehörde mitteilte. Aufgabe von OCO wäre es gewesen, die geografische Verteilung von CO2 in der Atmosphäre zu messen und Veränderungen in der CO2-Verteilung zu untersuchen. Die Erkenntnisse der Messungen sollten den Wissenschaftern helfen, genauere Vorhersagen über den Klimawandel zu machen.

5. Das Eis der Pole schmilzt immer schneller (NZZ online, 25. 2. 2009)

Die Studie, die im Rahmen des Internationalen Polarjahres 2007/08 erarbeitet wurde, zeigt, dass die Klimaerwärmung vor allem in der Antarktis Folgen hat. Gleichzeitig würden aber auch die Eiskappe am Nordpol und die Inland-Eisdecke in Grönland immer rascher schwinden.



Dienstag, 17. Februar 2009

ökofootprint CO2

Spurlos - mit Schuhgrösse 1.6 Planeten und 9.7 t CO2 - scheine ich auf der Erde nicht umherzugehen. Vielleicht sind meine beiden ungleichgrossen Füsse schon ein Ausdruck vom Ungleichgewicht Ressourcen und Verbrauch.
Verglichen mit Durchschnitt und Mehrverbrauchern ist's ein Fussabdruck von einem Menschen in dem von einem Riesen, nichts desto trotz, einmal die Erde reicht nicht.
Ich finde, dass ich ziemlich bewusst mit Strom, Heizung, Autofahren, Wasser, Abfall, Nahrung, Einkauf, etc. umgehe. Sehe aber auch an diesem und jenem Ort noch Potenzial sorgfältiger umzugehen. Das umsichtige Leben braucht mehr Zeit, macht einiges komplizierter und da stelle ich mir zwischendurch auch wieder die Frage "Lohnt sich das?"
Wohl ziemlich stark ins Gewicht fällt, dass ich alleine geräumig wohne und dies noch in einem ca. 100-jährigen Haus. Als Mieter habe ich auf einige alltägliche Dinge wie Fenster, Heizung, Waschmaschine, Kühlschrank als Bestandteil keinen oder nur geringen Einfluss. In deren Anwendung bleibt mir ein Handlungsspielraum. Da lande ich auch grad bei der Interpretation der beiden Tests und deren Verbesserungswürdigkeit.
Grad vorweg, interessant finde ich sie und wichtig um den Stand der Dinge grob aufzuzeigen. Mir fehlt eine detaillierte Auswertung, in der ich auch die Gewichtigkeit der einzelnen Punkte sehe. Das nähme mich wunder, auch um zu sehen, wo denn Änderungen am meisten Auswirkung haben. Beim CO2-Rechner ist das aufschlussreicher.
Gerade beim footprint sind für mich die Eingaben zu wenig differenzierbar. So habe ich teilweise eine Mischrechnung gemacht, mal auf mal abgerundet. Beim CO2-Rechner ist das präziser gelöst, für mich immer noch zu grob.

Sparen könnte ich beim Wasserverbrauch, noch mehr Fahrrad fahren und in ein anderes Haus ziehen.

Eric Schaffhauser, LG06Ef

Montag, 16. Februar 2009

footprint (Woche 8)

Ich habe die Tests so ehrlich und gewissenhaft wie möglich ausgefüllt. Ich wohne während der Studienzeit in einer eigenen Wohnung zusammen mit meiner Mitbewohnerin. Somit konnte ich vor allen die Fragen rund ums Thema "Heizen" sehr der Wahrheit entsprechend beantworten - das wäre eventuell schwieriger gewesen, wenn ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Nicht schlecht habe ich jedoch gestaunt, als mich das WWF-Footprint Resultat darüber aufgeklärt hat, dass es immerhin noch 1.6 Planeten brauchen würde, wenn alle Bewohner der Erde so leben würden, wie ich es tue. Wenn man sich das mal vorstellt, ist das eine enorme Grössenordnung - und ich sehe mich selber als Mensch, welcher darum besorgt ist, nachhaltig zu leben.
Der CO2-Rechner lieferte für mich persönlich ein eindeutigeres Ergebnis: Wir wohnen unter der Woche in einer Wohnung aus den 50er Jahren. Die Fenster sind nicht optimal isoliert. Das spürt man, da es trotz heizen nie wirklich warm ist.
Die beiden Umfragen sind recht unterschiedlich. Bei Footprint handelt es sich quasi um eine gewöhnliche Umfrage. Der CO2-Rechner ist schon genauer. Man muss wissen wie viele Kilometer man pro Woche / Jahr mit welchem Fortbewegungsmittel zurücklegt. Er kann somit klare CO2-Produktionsangaben machen.
Verbessern könnte ich die Versorgung des Haushaltes mit z.B. Ökostrom. Ich weiss jedoch nicht, ob ich das als Mieter einfach so machen kann. Da die ganze Mieterschaft aus dem gleichen Netz Strom bezieht, müssten auch alle Parteien auf Ökostrom wechseln. Es würde sich auch lohnen, die Fenster zu sanieren. Aber auch dies ist eine Sache, welche der Vermieter angehen müsste.

Mein Ökofussabdruck

Als ich die beiden Fragebogen ausgefüllt habe, war ich gespannt, wie das Resultat heraus kommt. Ich erlebe mich eigentlich als jemanden, der stark auf die Umwelt schaut.

Während dem Beantworten der Fragen habe ich festgestellt, dass vor allem beim CO2-Fragebogen viel über die Wohnung bzw. das Haus gefragt wird. Wenn man noch zu Hause wohnt, ist es natürlich schwierig, das Wohnen so zu gestalten, wie man selber bzw. die Umwelt möchte.


Beim Test „footprint“ ist herausgekommen, dass wenn alle so leben würden wie ich, es 1,4 Planeten bräuchte. Das hätte ich nicht gedacht.

Beim zweiten Test sahen die Resultate folgendermassen aus:


Wie man sieht, sind die Resultate nicht schlecht. Es ist mir bewusst, dass ich die Flüge auf den Zug wechseln sollte. Ich habe mir dies nach den letzten Ferien nach Griechenland auch so vorgenommen, obwohl ich wahrscheinlich ein anderes Mal nicht mit dem Zug nach Griechenland gehen würde, da es wahnsinnig umständlich ist und das Schiff auch nicht sehr gesund ist. Wie Flugzeug und Schiff zueinanderstehen weiss ich jedoch nicht.

Im Bereich Wohnen wird sich die Situation sicherlich verändern, wenn ich ausziehe. Da ich aber in eine Mietwohnung ziehen werde, wird es schwierig, Dinge wie Heizsystem oder Minergie zu verändern. Was sicherlich veränderbar ist, ist das Einsetzen von Energiesparlampen. Der Wasser- und Stromverbrauch kann ich so belassen, da ich jetzt schon sehr sparsam damit umgehe.


Die zwei Tests zu vergleichen fällt mir schwer. Es waren doch recht unterschiedliche Fragen. Im Footprint waren sie meines Erachtens eher oberflächlich während diese im CO2-Rechner detailliert und aufeinander abgestimmt waren.